Praxis für Logopädie
Kerstin Kittner & Team
Berlin Wittenau


Logopädie für Kinder



die häufigsten Störungsbilder



Sprach- und Sprechstörungen



Sprachentwicklungsverzögerung



Eine Verzögerung oder Störung der kindlichen Sprache liegt vor, wenn sich der Zeitpunkt oder Verlauf des Spracherwerbs signifikant von einer üblichen Sprachentwicklung unterscheidet und das Sprachsystem auf mehreren Ebenen betroffen ist. Häufig treten hierbei Störungen der Aussprache, des Sprachverständnisses sowie der Wortschatz- und Grammatikentwicklung gemeinsam auf, wobei der Schweregrad der einzelnen vier Ebenen unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.



Dyslalie (Störung der Aussprache)



Es lassen sich zwei Formen von Aussprachestörungen unterscheiden. Bei der Lautbildungsstörung ist die sprechmotorische Umsetzung von Lauten gestört.
Einzelne Laute wie zum Beispiel /sch/, /s/, /r/ oder auch Lautkombinationen können dadurch nicht korrekt wiedergegeben werden.


Eine häufige Lautbildungsstörung ist der Sigmatismus (Lispeln).


Bei einer Lautverwendungsstörung hingegen ist der Erwerb der lautlichen Systematik der Sprache betroffen. Laute, die das Kind bereits grundsätzlich richtig bilden kann, werden in Wörtern ausgelassen, verändert oder durch einen anderen Laut ersetzt. In diesem Fall hat das Kind die bedeutungsunterscheidende Funktion von Sprachlauten noch nicht erkannt.
Dies ist zum Beispiel häufig bei ähnlichen klingenden Lauten wie
/t/, /d/ und /k/, /g/ der Fall.




Stottern/Poltern


Beginnendes kindliches Stottern kann dann vorliegen, wenn einzelne Laute (K-k-k-k-Katze) oder Silben (Ka-ka-ka-Katze) wiederholt werden, Vokaldehnungen von mehr als 1 Sekunde Länge auftreten (Kaaaaatze) oder stille Pausen innerhalb eines Wortes (K - - - - - Katze) entstehen.


Eine ähnliche Redeflussstörung, das Poltern, äußert sich v.a. in einer (zu) hohen Sprechgeschwindigkeit, die dazu führt, dass einzelne Silben häufig verschluckt oder „verhaspelt“ werden.


Eine logopädische Beratung ist zu empfehlen, wenn diese Sprechunflüssigkeiten bei Ihrem Kind länger als sechs Monate bestehen bleiben oder sich Ihr Kind beim Sprechen sehr anstrengt und Gesicht, Hände oder Füße krampfartig mitbewegt.




Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitsungsstörung


Bei einer auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung ist nicht das eigentliche Hörvermögen betroffen, sondern die Verarbeitung der Höreindrücke im Gehirn. Das Kind hört nicht schlecht, es hört anders. Es kann zum Beispiel nicht erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt oder es fällt ihm schwer, einem Gespräch zu folgen, wenn zusätzlich verschiedene Umgebungsgeräusche wie Straßenlärm, Lachen, Schritte o.ä. auftreten. Das Kind nimmt hier alle Geräusche gleich laut wahr und kann die relevanten sprachlichen Informationen nicht herausfiltern. Auch das auditive Gedächtnis sowie die Unterscheidung von ähnlich klingenden Lauten (/m/ und /n/ oder /p/ und /b/) und Wörtern (Kasse oder Tasse) ist betroffen, wodurch Unsicherheiten nicht nur beim Verstehen und Sprechen sondern auch beim Schreiben von Wörtern entstehen können.





Stimmstörungen

kindl. Dysphonie



Eine Stimmstörung kann sich in Form einer anhaltenden Veränderung des Stimmklangs (rau, heiser, behaucht), der Stimmhöhe, der Rufstimme und einer Beeinträchtigung der stimmlichen Leistungsfähigkeit äußern. Hierfür kommen verschiedene Ursachen in Betracht, zum Beispiel organische Veränderungen des Stimmapparats (auch Stimmlippenlähmungen) oder Fehl- und Überlastungen des Kehlkopfes.
Bei Kindern handelt es sich meist um einen fehlerhaften Gebrauch der Stimme, in Form von zu lautem Sprechen, Schreien, Pressen, was sich in sogenannten "Schreiknötchen" äußert (überwiegend  Angewohnheit oder durch familiäres Umfeld)
Eine Stimmtherapie ist bei länger andauernden Stimmbeschwerden nach medizinischer Abklärung sinnvoll und notwendig.





Lese- u. Rechtschreibschwäche



Störung der Beziehung zwischen geschriebenem/ gedrucktem und dem ausgesprochenen und erkannten Wort; dies äußert sich in häufigen und zum Teil schwerwiegenden Lesefehlern, verzögertem Lesetempo und Schreibfehlern.

Bei Lese-Rechtschreibschwäche handelt es sich um eine Teilleistungsschwäche, die sich in einer Störung beim Erwerb der Schriftsprache äußert, bei durchschnittlicher oder überdurchschnittlicher Intelligenz, bestehender Lernmotivation und ausreichender Schulung.


Myofunktionelle Störung


Bei einer myofunktionellen Störung ist die Muskelkraft und/oder der Bewegungsablauf der an der Artikulation und Nahrungsaufnahme beteiligten Organe (v.a. Zunge, Lippen, Wangen) beeinträchtigt. Häufig ist sie durch einen fehlenden Mundschluss und ein abweichendes Schluckmuster gekennzeichnet, bei dem die Zunge während des Schluckaktes meist gegen oder zwischen die Zähne gepresst wird. Nicht selten resultieren hieraus auch Aussprachestörungen sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen.





Rhinophonie


Zu viel oder zu wenig an nasalem Klangteil beim Sprechen (Näseln); Veränderung der Vokale (Änderung des Stimmklangs) und/oder der Konsonanten (Änderung der Artikulation).


Die Auflistung der oben genannten Störungs-/Krankheitsbilder ist selbstverständlich nicht abschließend! Haben Sie Fragen, kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne weiter!  



                                             

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