Praxis für Logopädie
Kerstin Kittner & Team
Berlin Wittenau


Logopädie für Erwachsene



die häufigsten Störungsbilder



Sprach- und Sprechstörungen

Aphasie


Mit Aphasie bezeichnet man eine erworbene Sprachstörung, die aufgrund einer Hirnschädigung, zum Beispiel einem Schlaganfall oder Schädelhirntrauma, verursacht wird. Der Sprachverlust kann verschiedene Ebenen des sprachlichen Systems betreffen, wobei die Modalitäten des Verstehens, Sprechens, Schreibens und Lesens in unterschiedlichem Ausmaß gestört sein können.




Dysarthrophonie


Dysarthrophonie ist eine durch akute Hirnschädigung (zum Beispiel Schlaganfall, Schädelhirntrauma u.a.) oder neurologische Erkrankung (zum Beispiel ALS, M. Parkinson, Multiple Sklerose u.a.) verursachte Störung des Sprechens. Die Schwäche oder Verlangsamung der betroffenen Muskulatur wirkt sich auf mehrere Funktionsbereiche aus: Atemfunktion, Stimmgebung, Aussprache und Betonung. Dadurch kann der Betroffene nur sehr schwer oder teilweise gar nicht zu verstehen sein.


Therapeutin mit Patient bei einer Übung zur Artikulation

Sprechapraxie


Bei einer Sprechapraxie ist die Ansteuerung und Ausführung der einzelnen Sprechbewegungen gestört. Das bedeutet, dass die Sprechabsichten artikulatorisch nicht oder nur eingeschränkt zum Ausdruck gebracht werden können. Dabei weiß der Betroffene zumeist genau, was er sagen möchte, ist aber nicht in der Lage, die Ziellaute und -wörter mit den Lippen und der Zunge zu formen. Suchbewegungen und Sprechanstrengungen sind häufig zu beobachten. Nicht nur die Aussprache, sondern auch die Betonung und das Sprechtempo können betroffen sein. Die Schwierigkeiten treten nicht kontinuierlich und auch nicht immer in gleicher Form auf.



Artikulationsstörungen 


Störung in der Bildung von Sprachlauten (Aussprachestörung); bei Erwachsenen am häufigsten betroffen die Bildung von "SCH" (Schetismus), "CH" (Chitismus) und "S" (Sigmatismus, Lispeln).


Stottern/Poltern


Stottern ist eine Kommunikationsstörung, bei der der Redefluss der gesprochenen Sprache gestört ist. Dabei weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, aber er kann es in dem Moment des Sprechens nicht störungsfrei ausdrücken. Die Unterbrechungen äußern sich in Form von Wiederholungen von Lauten (K-k-k-k-Katze), Silben, Wörtern oder Satzteilen, Dehnungen (Kaaaaaaaaaaaatze) oder Blockierungen (K - - - - - Katze).


Stottern ist häufig mit übermäßiger Anstrengung beim Sprechen verbunden. Dies wird durch Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder Mitbewegungen anderer Körperteile (Kopf, Arm, Bein, Oberkörper) sichtbar. Die Schwere des Stotterns kann situations- oder personenabhängig sein und je nach emotionaler und körperlicher Verfassung des Einzelnen schwanken.


Eine ähnliche Redeflussstörung, das Poltern, äußert sich v.a. in einer (zu) hohen Sprechgeschwindigkeit, die häufig dazu führt, dass beim Sprechen einzelne Silben und Wörter ausgelassen werden.




Stimmstörungen

Dysphonie


Eine Stimmstörung kann sich in Form einer anhaltenden Veränderung des Stimmklangs (rau, heiser, behaucht), der Stimmhöhe, der Rufstimme, einer Beeinträchtigung der stimmlichen Leistungsfähigkeit und einer gestörten Atemfunktion äußern. Hierfür kommen verschiedene Ursachen in Betracht, zum Beispiel organische Veränderungen des Stimmapparats (auch Stimmlippenlähmungen) oder Fehl- und Überlastungen des Kehlkopfes. Eine Stimmtherapie sollte begonnen werden, wenn die Stimmbeschwerdern länger andauern und  zuvor eine medizinische Abklärung stattgefunden hat.


Laryngektomie



Zustand nach Kehlkopfentfernung oder Kehlkopfteilresektion
Erlernen einer Ersatzstimme (Ösophagusstimme) oder Erlernen des Umgangs mit apparativen Sprechhilfen.


Schluckstörungen

Dysphagie


Als Dysphagie bezeichnet man eine Störung des Schluckaktes durch strukturelle Veränderungen oder neurologische Erkrankungen, bei der die Gefahr besteht, dass Nahrung oder Speichel in die Atemwege gelangen. Dieses „Verschlucken“ hat nicht nur Atem- und Stimmprobleme zur Folge, sondern kann überdies zu Unter- oder Fehlernährung, einem geringen Flüssigkeitshaushalt, Erstickungsanfällen oder einer Lungenentzündung führen.




Myofunktionelle Störung



Bei einer myofunktionellen Störung ist die Muskelkraft und/oder der Bewegungsablauf der an der Artikulation und Nahrungsaufnahme beteiligten Organe (v.a. Zunge, Lippen, Wangen) beeinträchtigt. Häufig ist sie durch einen fehlenden Mundschluss und ein abweichendes Schluckmuster gekennzeichnet, bei dem die Zunge während des Schluckaktes meist gegen oder zwischen die Zähne gepresst wird. Nicht selten resultieren hieraus auch Aussprachestörungen sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen.




Die Auflistung der oben genannten Störungs-/Krankheitsbilder ist selbstverständlich nicht abschließend! Haben Sie Fragen, kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne weiter!



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